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Familien Road Trip durch Europa

1. Station Mosel

Es geht los!

Das Auto ist vollgepackt. Da passt wirklich nichts mehr rein. Die Anschnallgurte klicken. „Haben wir wirklich alles?“- „Ich hoffe schon. Aber wenn uns was auffällt, wird es eh zu spät sein, um wieder umdrehen.“ Da spricht mal wieder die Optimistin in mir.

Auf geht’s in unser großes – ja seit Monaten geplantes Abenteuer! Wir haben uns Elternzeit genommen, unglaublich viel Outdoor Equipment besorgt und sind seit Wochen schon aufgeregt. Doch irgendwie hat sich bis gerade eben alles so unwirklich angefühlt. Und auch jetzt fahren wir noch über bekannte Straßen und … „Nach Hause! Willst du wieder nach Hause!“ Keine 10 Minuten Autofahrt und unsere kleine Maus will nicht mehr weiterfahren. Und das bei nem Road-trip!

Pause nach nicht mal 10 Minuten Fahrt

Keine weitere 5 Minuten und wir stellen fest, dass ihr schlecht ist. Okay also nun die erste Pause. Nach 15 Minuten Fahrt. Das kann ja was werden.

Nachdem wir dann ausgiebig frühstücken waren, sitzen wir endlich im Auto und fahren Richtung Mosel.

Unsere Tochter schläft tatsächlich friedlich im Kindersitz.

Die Fahrt ist überraschend gut und wir sind sogar früher als gedacht am Campingplatz.

Die Luft ist frisch und voller Blütenduft – und heiß. Zu heiß. Unsere Maus und ich gehen den Spielplatz abchecken, während mein Mann schweißgebadet das Zelt aufbaut. Schatten? Gibt es nicht!

Ankunft am Campingplatz

Zweifel

Puh! Irgendwie wirkt das alles nicht gut. Wir haben gefühlt von nichts ne Ahnung. Wir sollen wir der Hitze entfliehen?

Die Kleine hat noch etwas Restschnupfen, den sie mit sich rumschleppt und echt keine gute Laune. Überall Sonne, alles zu heiß.

Wir kriegen es dann doch ganz gut hin, etwas zu kochen. Der Abend kühlt etwas ab und gegen 21:30 Uhr sind wir dann in unserer Zeltkabine.

Die Nacht ist unruhig, meine Maus grunzt öfter und ich liege mit großen Zweifeln wach. Was habe ich uns da eigentlich angetan? Wir haben viel in unsere Campingausrüstung investiert, unbezahlte Elternzeit genommen und über Monate hinweg hierauf hingearbeitet.

Und jetzt? Was, wenn unsere Tochter richtig krank wird? Ihr Kinderarzt ist doch dann ganz wo anders! Wird das alles nicht einfach eine riesige Belastung? Hätten wir uns mit dem Geld nicht einfach eine total entspannte All Inklusive Reise gönnen können? Bin ich eigentlich vollkommen bekloppt? Wem will ich denn was beweisen?

Die Zeltwände rascheln bei jedem kleinsten Wind und reißen mich aus dem Schlaf.

Bernkastel-Kues

Um der Hitze am nächsten Tag etwas zu entfliehen, beschließen wir den Tag in Bernkastel-Kues zu verbringen.

Das war eine gute Entscheidung. Als wir so durch die Stadt schlendern (die übrigens wunderschön ist) kommt endlich Urlaubsfeeling auf! Wir genießen es, die kleinen Gässchen und Lädchen zu entdecken und fahren Riesenrad. Irgendwie wieder wie das Leben vor der Pandemie.

Bernkastel-Kues

Übrigens kannst du auch eine Rundfahrt nach Traben Trabach buchen. Hätten wir gerne gemacht, hat zeitlich aber nicht gepasst.

Doch bevor es zurück zum Campingplatz geht, wollen wir noch etwas die Gegend erkunden und spazieren im Wald. Das Laub der Bäume spendet angenehmen Schatten und die Luft ist kühler als in der Stadt.

Und was ist das? Da sind wir doch tatsächlich über einen Wasserfall „gestolpert“!

Wasserfall bei Bernkastel-Kues

Als ich diesen Abend im Zelt liege, sieht meine Gedankenwelt schon ganz anders aus. Wir werden das schon hinkriegen, es lohnt sich! Der Tag heute war so wunderschön und es werden noch viele weitere auf der Reise folgen. Diese Nacht schlafen wir sehr gut.

Trier

Am nächsten Tag fahren wir nach Trier. Das Stadttreiben kommt mir zu hektisch vor und ich bin etwas gestresst.

Doch spätestens nach dem Besuch im wunderschönen Dom habe ich mich akklimatisiert.

Hier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Jeder Winkel ist ein kleines Kunstwerk und nachdem wir den Keller besichtigt haben, singt ein Chor vor dem Taufbecken.

Wir bummeln noch etwas durch die Stadt und besichtigen die Porta Nigra, ein Überbleibsel der Römer.

Porta Nigra in Trier

Abends heißt es dann packen und: Gewitteralarm! Ein riesiges Unwetter soll über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wüten.

Ein nächtliches Donnergrollen

Und tatsächlich geht es nachts ganz schön ab. Zwischendurch haben wir uns die Schlafsäcke geschnappt und sind ins Auto „geflohen“. Nach einer Stunde sind wir wieder ins Zelt.

Zählend sind wir eingeschlafen. Keine Schäfchen, sondern Gewitterdonner.

Etwas verschlafen, aber erleichtert, dass wir das Unwetter gut überstanden haben, trocknen wir am Morgen das Zelt und packen unsere Sachen für die nächste Station.

Ich bin echt gespannt, wie es weitergeht!

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Über mich

Hi!

Ich heiße Sarah – wer hätte das gedacht?! 😄 – und seit der Geburt meiner Tochter habe ich das intensive Bedürfnis verspürt, die Natur zu entdecken, naturnah zu leben und dadurch eine neue  Freiheit zu spüren.

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